1000 Quadratmeter solidarischen Wohnraum in Wilhelmsburg für Menschen schaffen, die auf dem Wohnungsmarkt benachteiligt sind.

Hier kannst du mitmachen und Soli-Quadratmeter finanzieren:

1000 Soli-Quadratmeter für Wilhelmsburg

Warum Soli-Quadratmeter?

Wohnraum bauen ist toll! Denn der Hamburger Wohnungsmarkt ist vor allem für Menschen mit wenig Geld momentan eine Zumutung. Die Dachgenossenschaft Wilhelmsburg baut in einem bestehenden Stadtteil. Dieser ist als historischer Arbeiter*innenstadtteil davon geprägt, dass hier auch Menschen Wohnraum finden, die auf dem Wohnungsmarkt benachteiligt werden. Die Bewohner*innenschaft Wilhelmsburgs ist bis heute finanziell schlechter gestellt als der Hamburger Durchschnitt und von vielfältigen Rassismus- und Diskriminierungserfahrungen geprägt.

Als Genossenschaft haben wir es uns zum Ziel gesetzt, bezahlbaren und qualitativ guten Wohnraum für Bewohner*innen mit unterschiedlichen sozialen und ökonomischen Verhältnissen zu ermöglichen. Wir wollen eine solidarische Nachbarschaft aktiv mitgestalten, in der nicht Vermögen oder Aufenthaltsstatus über Teilhabe entscheiden. Mit dem Projekt „1000 Soli-m² für Wilhelmsburg“ etablieren wir einen Mechanismus, mit dem wir versuchen, diesen Anspruch umzusetzen.

Solidarische Genossenschaftsanteile
für zukünftige Nachbar*innen!

Wie funktioniert das?

Aktuell repräsentieren die Projekte der Dachgenossenschaft nicht die Bewohnerstruktur der bestehenden Stadtteile und können dies auch nicht. Gerade einer Aufnahme derjenigen, die am stärksten unter Wohnungsmangel leiden, stehen dabei auch strukturelle Gründe im Wege. Menschen ohne deutsche Staatsbürgerschaft haben keine Möglichkeit, die vergünstigten KfW-Kredite aufzunehmen, und viele Menschen mit Migrationshintergrund oder mehrgenerationellen Diskriminierungserfahrungen haben keine reichen Verwandten oder den „generational wealth“.

Solidarische Mitglieder der Dachgenossenschaft sowie externe solidarische Menschen können aber Genossenschaftsanteile erwerben, mit denen solidarischer Wohnraum in den Häusern der Genossenschaft reserviert wird! Wer gerade etwas Geld verfügbar oder rumliegen hat, kann Genossenschaftsanteile erwerben und damit langfristig Wohnraum für Menschen sichern, die kein Kapital aufbringen können.

Investierende Mitglieder

Genossenschaftsmitglieder, die nur Genossenschaftsanteile erwerben, ohne selbst eine Wohnung zu nutzen, werden „investierende Mitglieder“. Für sie ist ein Genossenschaftsanteil wie eine solidarische Geldeinlage. Sie können Anteile erwerben und entsprechend der Kündigungsfristen ihr Geld einfach wieder rausholen.

Nutzende Mitglieder

Genossenschaftsmitglieder, die in Projekten wohnen, sind nutzende Mitglieder. Sie können Soli-Anteile erwerben, aber erst wieder auslösen, wenn sie ihren eigenen genossenschaftlichen Wohnraum verlassen.

Hier gibt es mehr Infos auf unserem Infoblatt:

1000 Quadratmeter solidarischen Wohnraum für Wilhelmsburg!

Mit „1000 Soli-m² für Wilhelmsburg“ schließen sich die Bauprojekte der Dachgenossenschaft Wilhelmsburg eG i.G. zusammen, um solidarischen Wohnraum zu realisieren. Bezahlbarer Wohnraum soll für alle Menschen erreichbar sein! Deshalb halten Hausprojekte der Dachgenossenschaft Wohnraum für das Projekt 1000 Soli-m² frei. Eine Arbeitsgruppe der Dachgenossenschaft mit Aktiven aus verschiedenen Baugruppen hat das Projekt angestoßen, sammelt nun Absichtserklärungen für die Finanzierung und wird den Prozess bis zum Einzug in die Wohnungen (und darüber hinaus) begleiten.

Über solidarische Genossenschaftsanteile so viele Soliquadratmeter wie möglich finanzieren

Die solidarischen Anteile können alle zeichnen: Die zukünftigen Bewohnenden der genossenschaftlichen Hausprojekte sind genauso aufgerufen, ihre Nachbarschaft solidarisch mitzugestalten, wie alle, die dort in Eigentum leben wollen. Natürlich können auch alle Menschen darüber hinaus das Projekt unterstützen und ihr Geld in Form von solidarischen Anteilen in der Dachgenossenschaft „parken“.

Was ist ein Soliquadratmeter und wie kommt er zustande?

1 Anteil

50 €

pro Genossenschaftsanteil

1 Soli-m²

1.000 €

= 20 Anteile à 50 €

Eintrittsgeld

50 €

einmalig bei Eintritt in die Genossenschaft

Beispiel: Für 1 Soli-m² erwirbst du 20 Anteile × 50 € = 1.000 €. Bist du noch kein Mitglied, kommen einmalig 50 € Eintrittsgeld dazu – insgesamt also 1.050 €.

Ein Soliquadratmeter ist tatsächlicher Wohnraum in einem der am Vorhaben beteiligten Hausprojekte. Ein Genossenschaftsanteil kostet 50 €. Um einen Quadratmeter Soliwohnraum zu ermöglichen, werden 20 Anteile benötigt, also 1.000 €. Wer neu in die Genossenschaft eintritt, zahlt zusätzlich einmalig 50 € Eintrittsgeld.

Später, bei Eintritt in die Genossenschaft, können in der Beitrittserklärung Kündigungsfristen ausgehandelt werden. Wenn du deine Anteile perspektivisch kündigen willst, bekommst du dein Geld nach Frist zurück. Die Arbeitsgruppe Soliwohnen behält im Blick, dass immer genug Solianteile gezeichnet sind, damit der solidarische Wohnraum finanziert bleibt.

Mach mit!

Die Absichtserklärung ist bei Unterschrift und Übermittlung rechtlich noch nicht bindend. Sie ist aber ein wichtiges Instrument, damit die Aktiven im Projekt einen Überblick darüber bekommen, wie viel Wohnraum perspektivisch über das Projekt „1000 Soli-m²“ finanziert werden kann.

Danke, wenn du dabei bist!